Schwarz & Weiss

Nach einer Woche Fotoferien gehts heute wieder los, mit einem wunderbaren Thema, der „Schwarz und Weiss“ – Fotografie, diese lässt verschiedene Herangehensweisen zu.

In den frühen Jahren der Fotografie konnte nur schwarz/weiss fotografiert werden. Aus dieser Zeit sind einige bekannte Fotografen und Fotografinnen hervorgegangen.

Eine, der interessantesten Frauen in der Fotografie ist Vivian Maier (Wikipedia), eine Amerikanerin, welche in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in New York geboren wurde und im April 2009 verstorben ist.

Ihre Bilder werden der Strassenfotografie zugeordnet und nehmen einen grossen Stellenwert als kulturhistorisch bedeutsame Zeitdokumente ein. Vivian Maier hat sich zeitlebens aus der Öffentlichkeit ferngehalten, worauf eine fragwürdige Legenden-bildung um ihre Person und ihre Bilder entstanden ist. Weitere Informationen über Viv, wie sie auch genannt wurde, sind auf Wikipedia zu finden.

Um die Urheber- bzw. Nutzungsreche ihrer Bilder herrscht Verwirrung und ein US-Gericht muss nun unter Berücksichtigung von Internationalem Urheberrecht usw. entscheiden, wer die Rechte verwalten darf. Das Nachfolgende Bild ist ein Selbstportrait von Vivian Maier.

Quelle: https://urbanalogia.blogspot.com/2018/03/30-selfies-de-vivian-maier.html

Jetzt aber Schluss mit dem Exkurs in die Vergangenheit, gelangen wir zur Gegenwart bzw. zur Zukunft.

Herangehensweise an die Schwarz & Weiss – Fotografie

Wer zum ersten Mal in schwarz/weiss fotografiert, hat es oft nicht leicht, da unsere Augen es gewohnt sind in Farbe zu schauen, denn Schwarz & Weiss ist mehr als nur das Weglassen von Farbe.

Wie man an die Sache einer schwarz/weiss-Fotografie herangeht, da scheiden sich die Geister, die einen sagen, man soll in Farbe aufnehmen und dann in s/w entwickeln, andere sind der Meinung, dass man die Kamera direkt in Schwarz/Weiss einstellen sollte um genau zu sehen, wie sich der Kontrast die Bilder darstellt. Beim letzteren sollte man allerdings in RAW fotografieren, dann hat man auf jedenfall alle Bild- und Farbinformationen und kann dann immer noch entscheiden, ob man es in Farbe oder s/w veröffentlichen will.

Worauf muss man bei einem monochromen Bild achten?

  • Das Hauptmotiv sollte immer sehr scharf sein.
  • Ein guter Bildaufbau berücksichtigen und die klassischen Regeln anwenden, da sie aufgrund der fehlenden Farben das „Auge des Betrachters“ lenken sollen.
  • Auf starke Kontraste achten.

Was ist nun unsere Aufgabe?

  • Eine Archivaufnahme in s/w umwandeln und schauen wie sie auf uns wirkt.
  • Welche Möglichkeiten hat meine Kamera für s/w-Fotografie?
  • Welche Möglichkeiten bietet meine Bildbearbeitungssoftware bei der Umwandlung?
  • Geeignete Motive suchen und dabei auf hohen Kontrast (Licht/Schatten) achten.

Was eignet sich für die Schwarz & Weiss Fotografie?

  • Portrait mit „available Light“
  • Landschaften mit extremen Kontrasten
  • Gebäude und Bauwerke

So nun geht es wieder an die Motivsuche und die Umsetzung der Aufgaben.

Hier einige Archivbilder, welche ich Euch gerne im Vergleich s/w und Farbe präsentiere. Alle Bilder sind in RAW und in Farbe aufgenommen:

Für mich wirkt das mittlere Bild am besten in Schwarz & Weiss. Aber entscheidet selber, was Euch am besten gefällt.

Bei dem nachfolgenden Bild habe ich nach der Konvertierung in Schwarz&Weiss noch etwas mit den Farbfiltern gespielt und sonst keine weiteren Veränderungen vorgenommen:

Jetzt liegt es an mir, nach weiteren Motiven zu suchen, die ich anschliessend in Schwarz & Weiss entwickeln kann.

Einstellmöglichkeiten der Kamera

Ob ich meine Kamera dabei direkt in den Modus „Monochrom“ einstelle weiss ich noch nicht, es würde mir leichter fallen, die Kontraste bereits bei der Aufnahme kontrollieren zu können. Das geht aber nur, da ich meine Bilder sowohl in RAW als auch in JPEG auf die Speicherkarte schreibe.

Ideen habe ich genügend, ob jedoch das Wetter dabei mitspielt muss ich sehen.

Meine Resultate

Dass ich Euch so rasch meine Resultate präsentieren kann, habe ich nicht gedacht. Ich habe heute Freitag einen Anruf einer lieben Kollegin bekommen. Sie fragte mich, ob ich Zeit und Lust hätte mit ihr im Zoo Zürich die Pinguinparade zu fotografieren. Ich habe sofort zugesagt, meine Sachen gepackt und in der Kamera den Monochrom-Modus eingestellt sowie eine zusätzliche Speicherkarte und einen Ersatzakku eingepackt.

Die Lichtverhältnisse waren über der Nebelgrenze optimal. Die Pinguinparade konnten wir in herrlichem Gegenlicht fotografieren, was allerdings bei einigen Bildern ein kleines bisschen Nachbearbeitung gefordert hat, aber was solls.

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Jetzt warte ich gespannt auf die Kommentare von Stefan Vögeli und den anderen Teilnehmerinnen.

Ich melde mich spätestens Anfang 2019 wieder. Bis dahin eine schöne Zeit und wen ich nicht mehr sehe, höre oder in den Sozialen Medien treffe, geniesse die Zeit bis dahin und Rutsche unfallfrei ins Neue Jahr.

Feedback

Aufgrund der Feiertage hat es etwas länger gedauert, bis ich das Feedback-Video von Stefan erhalten hatte. Heute war es dann so weit.

Wer mag, kann sich das Feedback-Video von Stefan anschauen. Nachfolgend einige Bilder, welche ich nach den Komentaren von Stefan bearbeitet habe.

Mit einigen Punkten von Stefans Bemerkungen kann ich mich ohne weiteres einverstanden erklären, bei anderen finde ich mein Origninal besser, aber seht selber.

 

In dieser Woche habe ich festgestellt, dass ich immer grösseren Spass an der Schwarz & Weiss Fotografie bekommen. Ich muss mir ernsthaft über legen, ob ich das in Zukunft des öfteren umsetzen soll.

 

Die kreative Fotozeit                                                                                                     Woche 10 – Rahmen

Veröffentlicht von ilgemophoto

Ich bin eine engagierte Fotografin, welche sich gerne mit anderen für Fotowalks trifft und aktiv in einer internationalen Community engagiert. Am liebsten lichte ich Pflanzen ab und liebe es in Städten zu fotografieren.

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